AK Holz/Oberfräse
< AK Holz
Die Wichtigsten Tipps
- Schutzbrille und Gehörschutz anziehen
- Lange Haare binden, lange Ärmel vermeiden
- Je nach Material eine Gesichtsmaske anziehen
- Sicherstellen dass die Maschine aus ist, bevor sie in die Steckdose gesteckt wird
- Werkstück immer gut festspannen, nie in die Hand oder von Dritten halten lassen
- Maschine stets an beiden Griffen (5.1 und 5.4) halten und führen
- Immer im Gegenlauf fräsen, entsprechend des Pfeiles auf dem Frästisch (4.7)
- Maschine zuerst einschalten, die gewünschte Geschwindigkeit erreichen lassen und erst danach ins Werkstück eintauchen
- Vor Werkzeugwechsel Maschine vom Stromnetz trennen - Stecker ziehen
- Werkzeug fest einspannen
- Keine defekten, rissigen, verbogenen oder stumpfen Werkzeuge verwenden
- Netzkabel aus dem Eingriffsbereich des Fräsers halten
Technische Daten
- Stromverbrauch: 900W
- Drehzahl: 10000 - 22000 rpm
- Fräsdurchmesser: Max. 30mm
Einstellung
Fräser wechseln
Für den Werkzeugwechsel kannst du die Maschine auf den Kopf stellen.
- Werkzeug entnehmen
- Spindelstopp (3.1) drücken und die Spindel soweit verdrehen, bis der Spindelstopp einrastet und die spindel arretiert
- Löse die Mutter (3.2) mit einem Gabelschlüssel (SW 19) so weit, bis du einen widerstand spürst. Überwinde diesen Widerstand durch weiterdrehen des Gabelschlüssels
- Entnehme den Fräser
- Werkzeug einsetzen
- Stecke das Fräswerkzeug so weit wie möglich (zumindest bis zur Markierung am Frässchaft) in die geöffnete Spannzange
- Verdrehe die Spindel so weit, bis der Spindelstopp (3.1) beim Drücken einrastet und die Spindel arretiert
- Ziehe die Mutter (3.2) mit einem Gabelschlüssel (SW 19) fest
Drehzahl wählen
Über das Stellrad (1.10) wird die Drehzahl gewählt, diese hängt vom Material des Werkstücks und dem Fräser ab. Hersteller Empfehlungen sind in der Tabelle aufgeführt:
| Material | Fräsdurchmesser 3mm - 14mm | Fräsdurchmesser 15mm - 25mm | Fräsdurchmesser 26mm - 35mm | Empfohlenes Schneidematerial |
|---|---|---|---|---|
| Hartzholz | 6 - 4 | 5 - 3 | 3 - 1 | HW (HSS) |
| Weichholz | 6 - 5 | 6 - 3 | 4 - 1 | HSS (HW) |
| Spanplatten beschichtet | 6 - 5 | 6 - 3 | 4 - 2 | HW |
| Kunststoff | 6 - 4 | 5 - 3 | 2 - 1 | HW |
| Aluminium | 3 - 1 | 2 - 1 | 1 | HSS (HW) |
| Gibskarton | 2 - 1 | 1 | 1 | HW |
Frästiefe einstellen
Das Einstellen der Frästiefe erfolgt in drei Schritten:
- Nullpunkt einstellen:
- Öffne den Spannhebel (4.4), so dass der Tiefenanschlag (4.5) frei beweglich ist
- Stelle die Oberfräse mit dem Frästisch (4.7) auf eine ebene Unterlage. Öffne den Drehknopf (4.8) und die Maschine so weit nach unten, bis der Fräser auf der Unterlage aufsitzt
- Klemme die Maschine durch Schließen des Drehknopfs (4.8) in dieser Stellung fest
- Drücke den Tiefenanschlag gegen einen der drei Festanschläge des drehbaren Revolveranschlages (4.6). Mit einem Schraubendreher kannst du jeden Festanschlag individuell in seiner Höhe einstellen: Festanschlag A B C min. Höhe/max. Höhe 38mm-44mm | 44mm-54mm | 54mm-67mm
- Drücke den Zeiger (4.1) nach unten, so dass er auf der Skala (4.3) 0mm zeigt
- Frästiefe vorgeben: Die gewünschte Frästiefe lässt sich entweder mit der Tiefenschnellverstellung oder mit der Tiefen- feineinstellung vorgeben
- Tiefen-Schnellverstellung: Ziehe den Tiefenanschlag (4.5) so weit nach oben, bis der Zeiger die gewünschte Frästiefe anzeigt. Klemme den Tiefenanschlag mit dem Spannhebel (4.4) in dieser Stellung fest.
- Tiefen-Feineinstellung: Klemme den Tiefenanschlag mit dem Spannhebel (4.4) fest. Stelle die gewünschte Frästiefe durch Drehen des Stellrades (4.2) ein. Wenn du das Stellrad um einen Markierungsstrich verdrehst, ändert sich die Frästiefe um 0,1 mm. Eine vollständige Umdrehung ergibt 1 mm. Der maximale Verstellbereich des Stellrades beträgt 8 mm.
- Frästiefe zustellen
- Öffne den Drehknopf (4.8) und drücke die Maschine so weit nach Unten, bis der Tiefenanschlaf den Festanschlag berührt
- Klemme dieMaschine durch Schließen des Drehknopfs (4.8) in dieser Stellung fest
Anwendung
Ein- und Ausschalten
Während des Ein- und Ausschaltens die Maschine durch beide Griffe (5.1 und 5.4) festhalten. Für kurze Anwendungen kann der Schalter (5.3) gedrückt gehalten werden. Durch den Knopf auf der Seite (5.2) kann der Schalter in die gedrückte Position gehalten. Der Schalter wird bei nochmaligem Drücken vom Knopf losgelassen.
Tipps
- Beim Arbeiten mit der Maschine ist das Werkstuck stets festzuspannen und gegen Verrutschen zu sichern. Die Maschine muss mit beiden Händen gehalten werden. Bei Arbeiten, die gefährliche Stäube erzeugen, ist der Staubsauger auf “Vollgas” einzustellen. Hierzu zählt auch Hartholz!
- Sehr kleine Stücke, wo Schraubzwingen das arbeiten mit der Fräse behindern, im Schraubstock so einspannen, dass das Werkstuck knapp über die Backen hinausragt. Dabei ist darauf zu achten, dass der Fräser keinesfalls die Backen berührt.
- Fräsertiefe beachten, z.B. ragen die Abrundfräser meist nicht auf der Unterseite des Werkstucks heraus, was es erlaubt das Werkstück auf der Werkbank Oberfläche zu platzieren.
- Immer im Gegenlauf fräsen. Der Fräser dreht bei Draufsicht rechtsherum, wie auch auf der Grundplatte durch einen Pfeil eingezeichnet. Sollte man dies nicht beachten wird die Fräse sich unkontrolliert schnell am Werkstuck entlang bewegen, was eine Verletzungsgefahr darstellt und zu sehr schlechten Schnittkanten führt.
- Rechtwinklig zur Faserstruktur Vorschub leisten. Dies verhindert das Splittern des Holzes entlang der Maserung.